10 Fragen an … Sasa Ebach von Vipex.com

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1. Hallo Sasa, du bist in Deutschland ein bekannter SEO. Was genau macht ihr bei VIPEX?

Die Kurzversion: Wir vermieten keine Links, sondern bauen als Linkaufbauer kontinuierlich gute Links für unsere Kunden auf – ohne für diese Links Geld zu bezahlen. Es gibt mehrere VIPEX. Die erste wurde schon 1996 gegründet und ist vornehmlich im Domainhandel aktiv. Kein Wunder, denn damals konnte man Domains wie hunde.de und praktikum.de einfach noch so registrieren. Mittlerweile sind es rund 6.500 Domains. Welche Domain als nächstes ausgebaut werden soll ist somit ein ständiges Thema bei uns. Ich bin dabei intern beratend tätig. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis ich auch hier an einem konkreten Projekt mitarbeite. In 2004 ist eine zweite Gesellschaft hinzugekommen, die sich auf die Umsetzung der Domainprojekte konzentriert und auch Webprojekte für Kunden aus ganz Deutschland umsetzt. Das schließt Programmierung, Design, Redaktion und Projektmanagement mit ein. Schließlich kam 2009 noch die VIPEX Organic Link Marketing GmbH hinzu. Sie ist vollständig auf den organischen Linkaufbau spezialisiert. Das sind alle Maßnahmen, die das natürliche Linkwachstum beschleunigen, ohne dabei auf den direkten Austausch von Geld zurückzugreifen. Mit anderen Worten: Keine Linkmiete, kein Linkkauf! Verglichen mit der Aktivität „normaler“ Agenturen ist dies in Deutschland einzigartig. Wenn ich das in einer Runde unter Kollegen erzähle, rollen immer alle mit den Augen. „Offiziell“ kauft nämlich niemand Links. Inoffiziell tun es aber alle. Nur wir nicht. Bei der Organic bin ich operativer Geschäftsführer. Meine Hauptaufgaben unterteilen sich in Schulungen, Marketing und Verkauf. Einerseits versetze ich die Mitarbeiter in die Lage, dass sie gute Links aufbauen können. Außenstehenden berichte ich dann davon, mit wie viel Hingabe und Erfolg wir das umsetzen. Und mit neuen Interessenten verhandele ich darüber, wie wir das auch für sie realisieren können.

2. Wie bist du zum Online-Business gekommen?

Mit „dem Internet“ habe ich irgendwann gegen 1996 angefangen. Es ist verrückt, wie lange das jetzt schon her ist. Vorher habe ich ein paar Jahre als Programmierer gearbeitet. Meist als Student in Nebenjobs. Am 1. Januar 2001 habe ich das erste Mal gegründet. Zuerst war ich, wie viele andere aus der SEO-Branche, allgemein im Web tätig. Das war damals eine echte Boomzeit! Alle wollten eine neue Website und da haben wir auch bei der Programmierung, dem Design und dem Hosting geholfen. Hieraus entstand direkt von Beginn unserer Tätigkeit an der Wunsch vieler Kunden, auch bei Google gut gelistet zu sein. Und wir als kleine Agentur wollten gerne bei [Webdesign Köln] gut ranken. Wir hatten es sogar für eine Zeit auf Platz 1 geschafft, merkten aber schnell, dass das für uns als Agentur nichts bringt. Dienstleister gewinnen ihre Geschäfte in aller Regel durch Empfehlungen, außer sie arbeiten ausschließlich zu Dumpingpreisen. Das gilt für Webdesigner genauso wie für Programmierer oder SEO-Agenturen und wahrscheinlich für alle Dienstleister, die andauernde Dienstleistungen verkaufen. Es gab damals noch nicht so viele Mitbewerber und da war es einfach – selbst für stark umkämpfte Begriffe – zu ranken. Im Prinzip hat es gereicht, sich an die Basisregeln für technische Suchmaschinenoptimierung zu halten und das Wunschkeyword in verschiedener Häufigkeit auf der Seite zu verwenden. Das hat sich irgendwann um 2005/6 geändert. In kleineren Nischen hat es immer noch funktioniert. Aber sobald ein Begriff auch nur eine halbwegs große Mitbewerberdichte hatte, ging fast gar nichts mehr. Gegen 2006 habe ich dann immer weniger Webprojekte angenommen und mich auf SEO-Beratung spezialisiert. Damit konnte man zu dieser Zeit mehr verdienen. Ergebnis dieser Beratungen war immer, dass zum Schluss Linkaufbau betrieben werden sollte. Der Prozess ist immer der gleiche:

  1. Fehler auf der Website bereinigen

  2. Standard der Suchmaschinenoptimierung implementieren

  3. Gute Inhalte schaffen

  4. Links aufbauen

1 – 3 stellen für die meisten Leute kein Problem dar. Aber die Links sind eine große Herausforderung. Naiv wie ich damals war, bin ich auf Schnäppchenangebote reingefallen. Wie sich nachher rausstellte, gab es in Wirklichkeit keinen einzigen Anbieter, der sich auf sauberen, natürlichen Linkaufbau spezialisiert hatte. Seltsam, wo ihn doch jeder braucht. Daher mein Idee, die erste Agentur für natürlichen Linkaufbau zu gründen. In Deutschland war das noch ganz neu. In den USA gibt es das schon länger als es Google gibt.

3. Wie sieht für euch gutes Linkbuilding aus?

Man veröffentlicht einen guten Inhalt. Das können Texte, Bilder, Audios, Videos oder eine Kombination von allem sein. Es könnte aber auch eine Aktion sein, die ich der Einfachheit halber auch „Inhalt“ nenne. Dann suchen wir rund um diesen Inhalt Interessenten heraus. Das sind Menschen mit Websites, die sich für genau diesen Inhalt interessieren. Sobald wir eine Liste mit solchen Interessenten aufgebaut haben, kontaktieren wir diese Menschen auf eine individualisierte Art und Weise. In diesem Kontakten liegt dann auch das größte Geheimnis. Man muss wissen, wie man auf Menschen zugeht, wie man mit ihnen reden muss, um eine Verlinkung zu begünstigen. Den besten Linkaufbauern gelingt das in 50 Prozent der Fälle. Es kommt aber auf viele Umstände an. Nicht zuletzt auf das zugrunde liegende Thema der Inhalte bzw. der Website. Linkaufbau für Kreditvergleich-Websites ist anders als für Websites mit lustigen Videos.

Das ist der manuelle Prozess des Linkaufbaus. In ihm liegt aber auch die Chance einer Skalierung. Sie ist immer dann zu erreichen, wenn sich ein Linkaufbauer auf Personen konzentriert, die eine größere Reichweite haben. Solche „Influencer“ können durch ihr Netzwerk (Leser, Follower, Freunde, Newsletterabonennten etc.) die eigene Nachricht/Botschaft sehr weit verbreiten. Das steigert die Wahrscheinlichkeit, dass auch andere verlinken. Wenn es die Influencer gut finden, dann berichtet auch der Freundeskreis. Wer genügend Zeit in den Aufbau guter Beziehungen investiert, der wird deutlich effizienter Links aufbauen. Alle anderen müssen schuften bis zum Umfallen. Gutes Linkbuilding ist intensiver Beziehungsaufbau!

4. Was sind für dich die Treiber im SEO 2011?

Das Thema Linkaufbau noch stärker in das Bewusstsein der Marketingentscheider bringen. Selbst wenn man exzellentes Personal dafür beschäftigt, ist der organische Linkaufbau immer noch ertragreicher und deutlich günstiger als alle anderen klassischen Marketingmaßnahmen (Fernsehen, Radio, Print, Brief). Er vermag etwas Unglaubliches zu leisten: Anhaltende Rankingdominanz! Wer einmal so richtig gut verlinkt ist, der „steckt oben fest“. Das hat noch lange nicht jeder wirklich verinnerlicht. Das will ich ändern!

Mehr Einblicke in die Arbeit als Linkaufbauer geben. Was bedeutet es auf hohem Niveau Links aufzubauen? Für wen ist das interessant? Welche Talente braucht man dazu? Wie kann eine Karriere in diesem Bereich aussehen? Kurzum: Ich möchte für diesen neuen und außerordentlich gut bezahlten Beruf werben. Ein Linkaufbauer, der kontinuierlich von den besten Sites Links bekommt, kann im Prinzip sein Gehalt selbst diktieren. Sechsstellige Jahresgehälter sind durchaus möglich. Wer aber denkt, dass das einfach verdientes Geld ist, der täuscht sich gewaltig. Dennoch macht es wahnsinnig viel Spaß. Aber wenn man es dann doch schafft, diesen einen wichtigen Link zu bekommen, dem man schon seit Monaten hinterherläuft, dann ist das ein Gefühl wie an Silvester, wenn die Raketen hochgehen.

Mehr über Beziehungen und Beeinflussung im positiven Sinne lernen. Wer es versteht, durch seine proaktive Hilfsbereitschaft immer wieder von neuem ehrliche Freundschaften aufzubauen, der hat es sehr leicht beim Linkaufbau. Ich möchte persönlich noch viel mehr dieser psychologischen Techniken lernen und herausfinden, wie man sie am Besten für den Linkaufbau umsetzt.

Das Thema Schulungen und Workshops zum Thema Linkaufbau weiterentwickeln. Es ist nicht immer leicht, wenn man in einem Start-up als Geschäftsführer 17 verschiedene Hüte auf hat, auch Angebote für das bestehende Potenzial zu entwickeln. Die Anfrage ist enorm und ich wünschte ich hätte Zeit, mehr Workshops für Interessenten vorzubereiten. Selbst wenn wir es wollten, können wir kaum für jeden Interessenten den Linkaufbau übernehmen. Viele Unternehmen wollen das Know-how auch intern haben. Und hierfür möchte ich in 2011 noch ein paar Angebote schaffen. Sofern es die Zeit zulässt.

Jede Menge Links aufbauen!

5. Erzähl mehr aus der Agentur-Ecke. Was wollen Kunden? Wo müsst ihr Aufklärungsarbeit und Überzeugung leisten?

Ohje, da sprichst du ein Thema an. Ich muss mich hier zurücknehmen, damit ich alleine zu dieser Frage keine 100-seitige Abhandlung schreiben. Ich versuche es in Kurzform. Interessenten wollen in der Regel

  • keinerlei Energie mit dem Linkaufbau verschwenden. Dabei ist der Linkaufbau eine entscheidende Komponente im Marketingmix. Nur wenn gute Ergebnisse bei Google keinen Einfluss auf Ihr Geschäftsmodell haben, dann brauchen Sie auch keinen Linkaufbau.
  • keine guten Inhalte anfertigen (lassen). Sie denken, dass man einfach so Links für langweilige Produktseiten aufbauen kann. Sie finden ihre eigenen Seiten toll, also müssen das auch automatisch andere tun. Nur weil für einen das eigene „Baby“ das Schönste ist, ist dies noch lange nicht für jemand anderes. Links für Seiten ohne überragende Inhalte aufbauen, ist sehr frustrierend. Es funktioniert fast gar nicht. Ich würde lieber bei einem Platzregen versuchen, mit hinter dem Rücken gefesselten Händen die Tropfen davon abzuhalten, auf dem Boden zu fallen.
  • In Zahlen ausgedrückt: Ich frage jeweils 100 Leute, ob sie auf meine „tolle neue Seite“ verlinken wollen.
  1. Szenario 1: Schlechter Inhalt (400 Wörter Textbroker 2 Sternequalität) ergibt 0 (Zero, Nada, Null, Nil) Links.

  2. Szenario 2: Mittelmäßiger Inhalt ergibt 2-3 Links.

  3. Szenario 3: Guter Inhalt ergibt 3-5 Links.

  4. Szenario 4: Sehr guter Inhalt ergibt 5-10 Links.

  5. Szenario 5: Exzellenter Inhalt, also etwas wirklich Außergewöhnliches, ergibt 50 Links.

  6. Szenario 6: Spektakulärer Inhalt

    , also ein Volltreffer auf allen Ebenen, ergibt 500 Links. Richtig gelesen! Wenn Inhalte so gut sind, dass andere ihn empfehlen, dann kann er sich auch viral verbreiten. Und dann können mehr Leute verlinken, als sie kontaktiert haben. Organischer Linkaufbau bedeutet, andere Menschen davon zu überzeugen, „FREIWILLIG“ auf die eigene Website zu verlinken. Niemand verlinkt freiwillig auf Produktseiten. Das Besondere bei der Interaktion mit Interessenten/Kunden ist zwar, dass sie es verstehen, also mit dem Kopf nicken, aber es nicht wirklich wahrhaben wollen. Also trotzdem immer weiter nach Auswegen suchen, um doch nicht in gute Inhalte investieren zu müssen. Sorry, aber es geht nicht anders. Ihr Baby ist das schönste der Welt. Für SIE.

  • einfach nur „viele“ Links. Was sie jedoch wirklich brauchen sind weniger, dafür aber bessere Links. Selbstverständlich arbeitet man in der Praxis auch an einer Art „Unterbau“. Wenn man einen Link bekommen kann, dann sollte man ihn auch holen. Solange er sinnvoll ist und nicht der Reputation schadet. Aber ohne eine gute Sammlung an sehr hochwertigen Links wird sich in den Rankings für hart umkämpfte Suchbegriffe keine wirkliche Stabilität einstellen.
  • „gute“ Links. Was sie aber wirklich brauchen sind gute Rankings (ultimativ mehr zahlende Kunden). Es gibt keinen festen Satz von Maßnahmen, die man heute einleitet und die sich dann nie wieder ändern. Welche Art von Linkaufbau man braucht, dass zeigt sich erst im Laufe des Projektes. Worauf ich hinaus will: Man kann heute nicht sagen, dass man 20 Prozent Links aus Foren, 30 Prozent aus Blogs, 40 Prozent aus Verzeichnissen und den Rest gemischt braucht. Genauso wenig kann man vorweg bestimmen, wie die PageRank-Verteilung aussehen sollte oder gar die Verteilung zwischen Brandlinks und anderen Links. Das ändert sich alles ständig. Im Tagesgeschäft reagiert man permanent auf Änderungen und Fluktuationen. Manchmal berechtigt und manchmal auch nicht. Wir alle sind wohl schon Opfer unserer eigenen Emotionen (oder die der Kunden) geworden und haben unüberlegt etwas zurückgenommen, nur weil sich die Rankings verschlechterten. Ohne wirklich zu wissen, ob es auch exakt an diesen Maßnahmen gelegen hat.
  • Geld sparen. Wer am Budget im Linkaufbau spart, kann keine qualifizierten Kräfte beschäftigen. Ohne solche Kräfte kommt man (sehr wahrscheinlich) nicht an hochwertige Links. Redakteure vom Spiegel, Focus, Stern etc. reagieren vielleicht nicht so gut darauf, wenn sie von studentischen Aushilfskräften oder Schülern, die auf 400-Euro-Basis beschäftigt sind, kontaktiert werden. Nichts gegen Schüler und Studenten. Aber in den seltensten Fällen bringen sie die notwendige Erfahrung mit, die es dazu braucht. Was mich hier besonders ärgert, sind Kunden, die zwar keine 30.000 Euro im Monat in den Linkaufbau investieren wollen, dann aber für 5 Millionen Euro Bandenwerbung buchen.
  • dass sich Links automatisch aufbauen. Es gibt keine oder kaum Automatismen für den organischen Linkaufbau. Selbst die Verbreitung von Widgets bzw. die Durchführung von Linkbait-Aktionen ist mit unglaublich viel Arbeit verbunden, wenn sie denn wirklich erfolgreich sein soll. Es gibt keine Tricks oder Geheimnisse. Es ist harte Arbeit. Was wirklich hilft, sind neue kreative Ansätze, die Nutzung von Reichweite und wo es geht der Einsatz vom Technologie (z. B. Content Distribution durch RSS).
  • sofortige Ergebnisse. Linkaufbau wird von Interessenten und Kunden immer noch mit AdWords verglichen. Egal wie oft ich erkläre, dass dieser Vergleich hinkt. Linkaufbau gehört zum Online-Marketing. Also muss es auch unglaublich schnell Gewinne bzw. eine performanzorientierte Abrechnung ermöglichen. Dem ist leider nicht so. Rankingveränderungen durch einzelne Links passieren zwar manchmal innerhalb weniger Tage. Aber Stabilität innerhalb eine gewissen Menge von hart umkämpften Keywords, stellt sich erst nach vielen Monaten bis wenigen Jahren ein. Kein einziger unserer Kunden will nur für einen einzigen Suchbegriff auf Platz 1 ranken. Linkaufbau ist eher mit Maßnahmen der Markenbildung zu vergleichen. Zum Beispiel mit Fernsehwerbung. Niemand würde behaupten, dass man nur ein einziges Mal Fernsehwerbung schalten muss, um ein Wort als Haushaltsmarke zu etablieren. Hier ist eine langfristige Denkweise notwendig. Etwas, was vielen Internetunternehmern fehlt. Genau so ist es auch beim Linkaufbau.

Aus „Platzgründen“ schließe ich das Thema hier ab. Es ist aber noch lange nicht alles gesagt, was gesagt werden könnte. Zusammenfassend: Der Verkaufsprozess im organischen Linkaufbau ist unglaublich aufwendig und nur etwas für Leute mit viel Geduld. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich meine Interessenten davon überzeugen muss, ein Budget für eine Reise zum Mars zu Verfügung zu stellen. Erfolg der Mission ist ungewiss. Wenn jedoch erfolgreich, dann gibt es einen unglaublichen Benefit. Wenn es dann doch zum Auftrag kommt und das Projekt losgeht, sich die ersten Teilergebnisse zeigen, dann war es die Mühe wert und ein euphorisches Gefühl stellt sich ein.

6. Welche Online-Marketing-Kanäle nutzt ihr als Agentur, um Kunden und die Online-Öffentlichkeit zu erreichen?

Fast keine. Den gelegentlichen Gastbeitrag bzw. ein Interview. (lacht) Aus Spaß versuche ich bei [Linkaufbau] zu ranken. Das gelingt auch meist gut. Über Google kommen jedoch kaum oder gar keine Interessenten, die für uns relevant wären. Daher spielt es keine Rolle dort in den Top-10 zu sein. Wenigstens für uns. Was die Anbieter für „Linkaufbau einmalig 39,99 €“ betrifft, sieht das wahrscheinlich anders aus. Auf der SEOKomm 2010 habe ich mit jemandem gesprochen, der das ausprobierte. Es hat funktioniert. Alle Rankings wurden um mehrere Plätze nach unten verschoben. (lacht, Anm.d.R.: lol)

Ich habe solche Anbieter noch nicht ausprobiert. Bei VIPEX sind wir eher durch Empfehlungen direkt im Kontakt mit den Unternehmen, für die wir arbeiten wollen. Durch die Struktur unseres Produktes – Langzeitdienstleistung mit hochqualifizierten Mitarbeitern, die wir erst noch finden und ausbilden müssen – ist es gar nicht möglich, jeden Monat einen neuen Kunden aufzunehmen. Die meisten Anfragen müssen wir daher auch ablehnen. In der Regel, weil 99 von 100 Anfragenden dann doch auf der Suche nach der 500-Euro-Agentur sind. Da können und wollen wir mit unserem aktuellen Setup einfach nicht helfen. Ich weiß nicht, ob Twitter zählt. Ich denke, ein bisschen. Es ist wohl eher ein Dienst für die Community, dass ich mit @linkaufbau versuche alle auf dem Laufenden zu halten, was aktuelle Linkaufbau-Themen betrifft. Mir ist nicht bekannt, dass ich dadurch jemals einen direkten Auftrag bekommen hätte. Ein paar Anfragen schon. Aber es ist sicherlich eine gute Methode den eigenen Namen bekannt zu machen und damit eine hervorragende Langzeitinvestition.

7. Der Agenturmarkt für SEO/SEM-Dienstleistungen nimmt zu, Chance oder Gefahr?

Ich habe immer noch das Gefühl, dass da eine Menge Platz ist. Bei SEM bin ich mir nicht sicher. SEO steht aber gerade hoch im Kurs. Der Markt der Linkaufbau-Agenturen ist immer noch sehr überschaubar. Es liegt wahrscheinlich daran, dass es doch nicht so einfach ist. Im amerikanischen Markt gibt es nicht sehr viele Linkaufbau-Agenturen im Vergleich zu den SEO-Agenturen. Es gibt natürlich eine Menge Agenturen, die Links verkaufen oder vermieten bzw. die Portfolios verwalten. Aber Linkaufbauer wie Eric Ward, eines meiner Vorbilder, gibt es extrem selten.

8. Was wollt ihr anders / besser machen als andere Agenturen, was ist euer USP?

Wir produzieren langfristig stabile, unanfechtbare Top-Rankings für hart umkämpfte Suchbegriffe als Resultat hochwertiger Content-Marketing-Kampagnen. Unser USP: Große Sprünge für große Projekte.

9. Deine Tipps für SEO-Neulinge und Startups, die SEO brauchen?

Für Linkaufbau-Neulinge: Haltet Euch nicht zu lange mit den Grundlagen der Suchmaschinenoptierung auf. Es geht heutzutage hauptsächlich um Marketing. Nicht um Programmierung und URL-Strukturen. Das macht nur einen winzigen Bruchteil des Know-hows aus. Im Marketing könnt Ihr nur besser werden, wenn Ihr menschliches Verhalten studiert. Fünf Prozent Eures Know-hows kommt aus dem klassischen SEO-Bereich und 95 Prozent aus Tests und der Lektüre von Autoren wie Cialdini und Blogs wie PsyBlog (Tipp: 20 Simple Steps to the Perfect Persuasive Message). Wo wir gerade dabei sind: Ich habe noch eine gebrauchte Version von Die Psychologie des Überzeugens: 6 CDs für alle, die ihren Mitmenschen und sich selbst auf die Schliche kommen wollen von Robert Cialdini hier herumliegen. Ich würde sie hier gerne verlosen, falls sich niemand daran stört, dass ich sie schon gehört habe.

Tweete einfach folgende Nachricht, um mitzumachen:

Linkaufbau in 2011 http://bit.ly/g6r3ZV Sasa Ebach (@linkaufbau) im Interview. Gewinne Cialdini-Hoerbuch bei @brandkraft

Update: Gewinnspiel zu Ende, gewonnen hat @tobiasfox, Rechtsweg ist ausgeschlossen.

10. Mac or PC?

Alle drei: Mac, PC & Linux. Insgeheim bin ich immer noch ein großer Computernerd! Ich liebe alle Betriebssysteme und Computer. Seit 2009 arbeite ich jedoch hauptsächlich auf meinem MacBook Pro. Vorher habe ich ab 1993 auf Windows gearbeitet.

11. Das Online-Finale: Deine momentanen Lieblingswebsites?

Ich habe gerade tumblr für mich entdeckt. Sehr cooles Featureset. Ich beobachte die schon seit Jahren. Vor kurzem habe ich mich endlich dazu durchgerungen, ein paar Blogs einzurichten. Ich finde tumblr so cool, weil man sich so schön kurz fassen kann. Ich hätte zu jedem Thema immer etwas zu kommentieren, aber muss es nicht immer tun. Vielleicht merkt es der eine oder die andere auch in diesem Interview. Ich komme gerne schnell auf den Punkt. Nachdem ich ausführlich erklärt habe, wie meine Herleitung aussieht. (lacht) Als Linkaufbauer fand ich es außerdem schon immer doof, dass heute nur noch Links getwittert werden. Da ich nur das retweete, was ich auch gut finde, wollte ich einen Weg finden, automatisch darauf zu verlinken. Das klappt wunderschön mit meinen beiden neuen Blogs: Das deutsche Linkaufbau-Blog von Sasa Ebach und das englische Pendant Link Building Blog. Hier schreibe ich immer nur kurz und knapp, was für viele Leser bestimmt auch mal erfrischend ist. Bezüglich externer Websites lasse ich mal SEO-Sites außen vor. Da abonniere ich bestimmt, was andere auch lesen: Außer bei brandkraft.de lese ich gerne:

  • heise.de
  • telepolis.de
  • daringfireball.net
  • mixergy.com
  • serienjunkies.de
  • amazon.de

Eine herrlich ehrliche Liste an guten Seiten schließt dieses tiefblickende Interview zum Thema Linkbuilding ab. Ich hoffe die Leser haben ähnlich viel Spaß wie ich beim Lesen und ich bin mir sicher, der ein- oder andere Visit wird hier neue Erkenntnisse entdeckt haben!

Posted on January 25, 2011 in Business, Headline, Online-Marketing 2.0, Web 2.0

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Responses (18)

  1. Marco von SEO Küche
    January 25, 2011 at 10:33 ·

    Sehr cooles Interview vom Linkaufbau Sasa ! Auch über Twitter/Facebook kommen immer wieder nette Informationen.

  2. Sebastian
    January 25, 2011 at 11:10 ·

    Mal wieder ein tolles Interview mit Saša! Sollte sich jeder Marketing-Verantwortliche, der “jetzt endlich mal mit SEO loslegen” möchte, durchlesen…

  3. Norman
    January 25, 2011 at 12:33 ·

    Für mich eins der besten Interviews – SEO Insights, sehr lang und ausführlich, gutes Statement für Google konformes Linkbuilding.

  4. seox
    January 25, 2011 at 14:33 ·

    Exzellenter Inhalt! (Gratuliere schonmal zu den 50 Links)

  5. Norman
    January 25, 2011 at 14:35 ·

    Hallo Indianer, wie läufts mit den Mietautos?
    Der Sasa hat es einfach drauf im Linkaufbau!

  6. dieMelanie
    January 25, 2011 at 18:01 ·

    Mein Lieblingshassthema Bandenwerbung!

    Wir sollten dringend mal ein Äquivalent zur “Loge auf Schalke” finden, um den Anreiz für Linkbuilding auch mal etwas Budget herauszurücken zu verstärken. Was könnte man dort bieten? Gibt es VIP-Logen auf Facebook? :-)

  7. Schroedi
    January 25, 2011 at 20:43 ·

    Geniale Fragen und noch bessere Antworten von Sasa. Der Standpunkt wird ganz klar deutlich.
    Ein kleiner Buchtipp von mir noch zum Thema: Wie man Freunde gewinnt von Dale Carnegie

  8. another vision
    January 26, 2011 at 02:52 ·

    Twitter ist schon eine spannende Informationsquelle, auch wenn Sie einen oftmals überflutet.

    Dieser Tweet hat sich mal wieder gelohnt.
    Saša – danke für das erhellende Interview & mach weiter so!

    Übrigens – deine Buchempfhlung: Cialdini – Die Psychologie des Überzeugens
    – ist wahrlich ein Lese-Tipp und nicht nur für Linkbuilder!

    Grüße
    andreas
    8-)

  9. Steinmann itDesign
    January 26, 2011 at 09:45 ·

    Das war ja wirklich mal ein interessantes Interview. Es hat mir einen besseren Überblick über Linkaufbau als Agentur in der Praxis gegeben. Nachdem ich mich mit der SEO beschäftigt habe scheint dann jetzt wohl Psychologie als nächstes Thema anzustehen :) Finde ich ohnehin interessant und ist auch für mehr als nur Linkaufbau hilfreich!

    Danke für das ausgiebige Interview!

  10. Linkaufbau-Sasa
    January 28, 2011 at 12:34 ·

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die vielen netten Kommentare.

    An alle Teilnehmer des Gewinnspiels: Vielen Dank!

    Gewonnen hat @tobiasfox

    Hey Tobias,

    herzlichen Glückwunsch!

    Schick mir doch bitte die Adresse, an die ich die CDs schicken kann.

    Nochmals vielen Dank an alle anderen.

    Viele Grüße
    Linkaufbau-Sasa

  11. Thomas
    February 2, 2011 at 23:47 ·

    Hundert Punkte, Sasa & Brandkraft!

    Sehr spannendes Interview mit extrem viel Gehalt.

    Beste Grüße
    Thomas

  12. Torsten
    February 4, 2011 at 12:29 ·

    Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Ein interessantes Interview das viel Wissen erkennen lässt.

  13. Michael
    March 3, 2011 at 17:33 ·

    Danke für die erhellenden und ehrlichen Einblicke in Deine Arbeit – Linkaufbau ist harte Arbeit und Überzeugung, diese Erfahrung haben wir auch schon oft gemacht.

    Grüße, Michael
    designenlassen.de

  14. Michel
    September 15, 2011 at 00:31 ·

    Super Interview! Ich beschäftige mich schon etwas länger mit SEO und habe, abgesehen von den unverständlichen Algorithmen bei Google,festgestellt das es extrem schwer ist sehr gute Links zu bekommen.
    Ich danke ich euch für dieses informative Interview und wünsche euch Viel Erfolg für die Zukunft.

  15. weboffice
    February 24, 2012 at 21:43 ·

    Sehr feines Interview! Ich habe schon einiges vom Sasa gelesen (damals auch noch bei Akademie.de) – hat noch immer Hand und Fuß gehabt, was er sagt. Weiter so.

  16. Lelala
    September 11, 2012 at 11:11 ·

    Wow, bei dem Aufwand, die die Jungs betreiben, sind deren Preise wohl auch gerechtfertigt – denn günstig ist das ganze ja nun nicht, wenn ich mir deren Preisliste angucke…
    Grüße

  17. Kohler
    May 21, 2013 at 18:41 ·

    Ob günstig oder nicht, ich finde die Quälität muss stimmen soll heißen egal welches Update Goofle rausbringt es darf keine gravierenden ranking defizite geben.

  18. Kev
    August 2, 2013 at 19:07 ·

    Also Googles Panda Update 2.0 hat sich bisher eher zurückgehalten. Ich habe ein paar Black Hut Träger gesehen die leider immernoch ein gutes ranking haben.

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