Home » Headline, SEO, Social Media Marketing

Bad Social Signals – Rankingfaktor 2011?

9 June 2011 8 Kommentare

2011 ist das Jahr der “Signale” im SEO. Signal für Google hier, Social Signals da – wo das SEO-Auge hinschaut gibt es Signale. Diese Signale geben Google Auskunft darüber, wie sie Seiten bewerten sollen, um daraus sinnvolle Rankings zu bilden.

Seit 2010 in der SEOmoz Auswertung zu den wichtigsten Rankingfaktoren auch “Social Signals” mit 5,3 enthalten war, achten SEOs und Unternehmen vermehrt darauf, ihre Signale aus dem Social Media auch für SEO zu steigern. Wie Björn Tantau geschrieben hatte, ist z.B. Facebook ein wichtiger Signal-Geber und wird in seiner Bedeutung sicherlich noch wachsen. Rand Fishkin hat seine Studie zum Einfluss von Social Signals in folgender Grafik zusammengefasst:

Social Signals als Einflussfaktor auf SEO

Social Signals als Einflussfaktor auf SEO

Auch Holger Schmidt zeigt in seiner Präsentation “Social Media für Unternehmen”, dass Social Media als Taktik zur Rankingsteigerung genutzt wird – direkt und indirekt. Direkte Rankingverbesserungen ergeben sich eben aus den Signalen, die Google bekommt und algorithmisch umsetzt. Indirekt werden Linkbaits, Virals, Seedings usw. im Social Media vorgenommen, um Verlinkungen und somit Rankingverbesserungen zu fördern.

Das neue SEOmoz-Ranking für 2011 ist nun  erstellt und zeigt die wichtigsten SEO-Rankingfaktoren auf. Seo-united.de (mit Heiner hatte ich die Bad Signals Idee um 24 uhr auf der PupCon), seokratie und die iwb auf der a4you waren recht schnell in einer Übersetzung und Aufarbeitung. Die neuen SEO-Faktoren werden erstmalig in Domain und Page-weite Faktoren unterschieden. Kernaussage, die vor einer Weile schon Rand Fishkin aus SF mitbrachte und auch vom Mediadonis postuliert wird ist: Social Signals haben “schockierend hohen” Einfluss auf das Google-Ranking zukünftig. Direkter Einfluss von Social Signals wird mit 7,3 (Vorjahr 5,22) angegeben, was für mich nicht wirklich “schockierend” klingt. Aber: Die Nebeneffekte beim Thema Verbreitung/Verlinkung im Social Media fließen hier ja auch nicht ein.

Hier die Grafik als Zusammenfassung der SEOmoz-Rankingfaktoren 2011:

Einfluss von Social Signals auf das Google-Ranking steigen

Einfluss von Social Signals auf das Google-Ranking steigen

Das sind Social Signals

  • Anzahl an Facebook Shares
  • Summe der FB Shares, Likes und Kommentare
  • Anzahl an Kommentaren auf Facebook
  • Anzahl der Facebook Likes
  • Verlinkung auf Twitter (direkt oder Shortener)
  • Erwähnung auf Twitter
  • Anzahl an Google Buzz Shares
  • Erwähnung auf diversen Plattformen, die Google für Google Maps benutzt (Qype, Restaurant-Kritik.de, booking.com, tripadvisor.com, destinia.com, hotels.com, usw.) Update: Google benutzt zumindest sichtbar keine anderen Portale mehr für die Bewertung von Plätzen.
  • Google +1 in absehbarer Zeit (wenn nicht schon aktiv)
  • Trust eines Social Accounts (wie auch immer ermittelt)

Nicht erst nach +1 von Google ist jedem klar, dass sich die Suchmaschine stärker an Social Signals orientieren wird. Blueglass.com schreibt ähnliches über den zunehmenden Wert von “Social Traffic Signals”.

Fazit 1: Verstärke deine Social Signals

Social Signals kann man zwar selber abfeuern, wird aber nur in begrenztem Maße große Reichweite erzeugen können.

an Google abfeuern. Richtig spannend wird es, wenn die soziale Gemeinde von sich aus diese Signale setzt

Wie verstärke ich Social Signals?

Hierfür bitte mit Ihrer Lieblings-SEO/Social Media Agentur sprechen für 1.000 Euro/Manntag. Oder folgende gloreichen und noch nie gesehen Tipps in Ihrem Business umsetzen ;)

  • Social Accounts aufbauen: Trusted, verlinkt, zentral!
  • Guter Content: Der Klassiker. Schonmal an Videos, Spiele, kleine Programme, Rechner, Tools gedacht
  • Kostenlose Inhalte: Unglaublich aber war, kostenlose Sachen die einen Mehrwert bieten ziehen an
  • Linkbaits: Fördern Sie z.B. durch coole Infografiken die Verbreitung

Einordnung: Mögliche Dimensionen von Social Signals

Google gibt es natürlich nicht preis, daher versuche ich mögliche Dimensionen von Social Signals aufzuzeigen, die Google nutzen könnte, um einzelne Social Signals untereinander zu bewerten:

  • Quellmedium des Signals
  • Quellsender: der konkrete “Social Account”, von dem das Signal gesendet wurde
  • Tonalität: positiv oder negativ
  • Alter eines Social Accounts
  • Zentralität eines Social Accounts
  • Zentralität eines Social Accounts in Bezug auf andere zentrale Social Accounts
  • Verlinkung eines Social Accounts

Wer die Daten hat (und verarbeitet) hat die Macht. Google sieht viel und es ist nur die Frage der Zeit, wann Studien anhand von konkreten Beispielen belegen, dass die genannten Dimensionen Einfluss auf das Google Ranking haben.

Bad Social Signals

schlechte_nachbarschaft

Bildquelle: http://redstaplerchronicles.com/score-one-for-the-do-follow-movement/

Links haben einen spezifischen Wert, den die Suchmaschine durch verschiedene Formeln und Datenbanken errechnet. Ebenso lassen sich Social Signals hinsichtlich Ihrer Wirkung – ihrer Kraft -  einordnen. Dazu habe ich oben versucht einige  mögliche Dimensionen aufzulisten.

Nun kann Google diese Dimensionen auch in den negativen Raum ausdehnen. Wer sich also in schlechter Nachbarschaft befindet und nur von Gaunern “geliked” wird kann von Google vielleicht als nicht so guter Ort angesehen werden. Allgmeine negative Rankingfaktoren sind bekannt, einen aktuellen Status zu schlechten Ranking Signals findet ihr, wie so oft, hier bei SEOmoz. Zusammengefasst sind neben Klassikern auch neuere Erkenntisse dabei wie: Langer Domainname eher schlecht, zu viel Adsense eher schlecht, zu lange Ladezeit eher schlecht. Allerdings wurde auch hier wieder Korrelation mit Kausalität gleich gesetzt.

Beispiele für Bad Social Signals

  • Eine Fanpage verliert an likes oder das Wachstum verlangsamt sich extrem
  • Die Zentralität des Accounts nimmt ab – andere Social Accounts werden wichtiger, die Konkurrenz macht mehr “wichtige Verbindungen”
  • Die Erwähnungen, Comments haben eine negative Tonalität (Kryptonite und Co.)
  • Die Verlinkungen von anderen Seiten nehmen ab, sie werden “disliked” (wenn auch noch nicht so einfach möglich), aus Twitter-Listen rausgenommen, nicht mehr gefollowed
  • Die Quell-Sender von Social Signals zu Ihnen sind schlecht – Sie sind also in bad neighborhood

Sicherlich sind das nicht alle Dimensionen und Signale, habt Ihr noch konkrete Vorschläge? Im Kommentarfeld…

8 Kommentare »

  • Gründercoach said:

    Vielen Dank für den interessanten Artikel.
    Ich stelle mir nur immer wieder die Frage ob es nicht eine genauere Angabe gibt, wann die Social Signals Wirkung zeigen.

  • online-marketing strategie beratung said:

    Du schreibst in Deinem sehr guten Artikel, mann soll Social Media Accounts aufbauen! Wie wichtig und welche Gewichtung haben Deiner Meinung für Social Media SEO noch ganz normale Bookmarks wie z.b. Webnews, Delicious, wong und Co?

  • quotenvergleich said:

    ich hab die Erfahrung für meine Seite quotenvergleich24 gemacht, dass man relativ gute Ergebnisse erzielt, so dass ich auf die erste Seite gekommen bin. Als Fundament auf das man aufbauen kann eignen sich die üblichen Social Bookmarks sehr gut..

  • Druckerpatronen.de said:

    Social Signals zu optimieren ist natürlich nicht der heilige Gral, wie soll das bspw. bei Produkten geschehen mit Nachkaufcharakter, wenn man eine mediale Modell Seite hat oder irgend was mit lustiger Musik, dann ist dies sicherlich möglich aber bei, komplexen Erklärungsbedürftigen Produkten mit geringer Kaufentscheidung? Ich weiss nicht so recht. Es kommt halt immer drauf an, wie man kommuniziert? Mit wem man Kommuniziert? Was man erreichen möchte?

    Erst wenn diese Fragen beantwortet sind kann man los aof die FB und + Bühne ansonsten ist fast halb gedacht (oder neudeutsch einfach Quick and Dirrty und ein wenig naiv).

  • Christian said:

    @Druckerpatronen

    Ich stimme dir zu, aber das gehört zu jeder Entscheidung. Nicht für jeden lohnt sich der Einsatz im Social Network, nicht jedes Social Network ist gleich interessant für jeden. Diese Hürden müssen immer genommen werden, um eine Strategie zu entwickeln. Der Konsument und Nutzer wird King, daher auch Content = King, da Content für den Nutzer ist.

    Und genau das macht die ganze Sache ziemlich spannend und natürlich auch etwas risikoreich ;)

  • Roberto said:

    Das wichtige ist also die Kommunikation. Das wichtige bei der Kommunikation ist wiederum, so zu kommunizieren, dass man erreicht, was man möchte. Social Media greift hier wohl ideal ein. Schließlich ermöglicht Social Media jedem Internet-Nutzer, fremde Seiten zu empfehlen. So verlassen sich die Suchmaschinen nicht mehr auf reiflich überlegte Entscheidungen fremder Webmaster, sondern auf die öffentliche Meinung fast jeden Internet-Nutzers, womöglich sogar gelegentliche Spontan-Entscheidungen ohne eigenen Nutzen, ganz einfach, weil einem die jeweilige Webseite bzw. ihr Inhalt auf der gewählten Unterseite wirklich gefällt ;-)

  • social guru said:

    Hello there, just became alert to your blog through Google, and
    found that it is truly informative. I’m gonna watch out for brussels.
    I’ll be grateful if you continue this in future. Numerous people will be benefited from
    your writing. Cheers!

Deine Meinung!

Verfasse einen Kommentar, oder einen trackback von deiner eigenen Seite. Du kannst auch die Kommentare verfolgen via RSS.