Content Marketing – what else?

Viel Lärm um Content Marketing – Ein Statement von Amelie zur 10. Social Media vs Content Marketing Conference.

Die Speaker der 10. Social Media Management-Tagung und Social Media meets Content Marketing Conference sind sich einig: Die schwindelerregend schnelle Digitalisierung und der Zugang zu einer enormen Masse von Inhalten über verschiedene Devices und Social Platforms zwingen uns zum Umdenken.

Google schafft es tatsächlich Jahr für Jahr besser, relevanten content von pretend-to-be-relevant content zu unterscheiden. Die Fähigkeit, semantisch und kontextuell passende Suchergebnisse zu liefern, dynamisch variierend nach Standort, Zeit und Bedürfnis, ja sogar voraussichtlichem Bedürfnis, zwingt uns, unsere Marketingstrategien rasanter anzupassen als je zuvor. Das könnte in etwa so aussehen: Ich werde von einem push-service ermahnt, meinen Blick nach oben zu richten, sobald ich eine Straße überquere ähnlich diesem Beispiel:

sceneinboston

Screenshot von sceneinboston.com

Wir halten also fest: Wir müssen unseren Kunden an den digitalen Kontaktpunkten abholen, die er in dem Moment nutzt, in real time und personalisiert (Google würde wohl “Micro-Moments” sagen)

Plante man bis vor Kurzem posts für die Facebook-timeline, zeigt der real time-Kommunikationstrend in Richtung snapchat und Whatsapp. „Warum nicht auch Tinder?“ fragte sich wohl sixt:

Kundenakquise mal anders: Sixt flirtet auf Tinder (Screenshot von t3n.de)

Tonalität

Hieß es lange Qualität statt Quantität, zählen zu den best practices im content marketing heute also Timing und schnelle Reaktionszeit gepaart mit Authentizität, Empathie und damit auch zielgruppengerechte Tonalität. Ein gif, ein emoticon, zum richtigen Moment, an den richtigen Adressaten und das richtige device platziert, transportiert mehr Emotionen als manch ausführlicher Text (nichts gegen die über alles geliebten holistischen One-pager im SEO…)

Aufmerksamkeit in den Feeds

Während Social Media content schnell auf aktuelle Geschehnisse reagiert, konzentrieren sich SEO-optimierte Content Marketing-Projekte wie gehabt auf den Erfolg auf lange Sicht. Beide verbindet die Herausforderung, in den feeds ins Auge zu stechen, ja überhaupt in feeds zu gelangen. Womit wir beim nächsten Punkt wären:

Legitimierung von content advertising

Bei Facebook hat es sich „aussozialt“. Die Flucht vor Google zu dem ach so sozialen Facebook war nicht von Dauer. Klar ist, dass man ohne und mit geringem Budget keine Reichweite mehr erzielt, ja die eigenen Inhalte werden schon nicht mehr im eigenen Newsfeed angezeigt. Daraus lässt sich schließen, dass Facebook unsere eigenen Inhalte nicht mal für uns relevant hält.

Wenn es darum geht, sich einen Platz in der content-Flut zu schaffen, sitzen wir alle im selben Boot.

Wo früher sponsored content befremdlich wirkte und Misstrauen weckte, werden sich die user immer mehr daran gewöhnen, tolle Kampagnen als sponsored story oder in youtube ads zu sehen. Soweit, so gut… solange man nicht nervt! Korrekt targeten und keinen allzu werblichen content pushen ist die Devise. Die Sichtbarkeit von relevantem content kann gepusht werden, die Verbindung zur Marke und zum Produkt folgt später.

Outreach mit Influencers und deren Grenzen

Influencers sind nicht nur junge blogger, es sind Journalisten, Musiker, (virtuell) beliebte Menschen. Die Bekanntheit gewöhnlicher Menschen kam mit der digitalen Omni-Verfügbarkeit. Und diese sind sich ihrer Vergänglichkeit allzu schmerzlich bewusst und hegen und pflegen ihre follower. Nicht unsere Zielgruppe? Das ist die Zielgruppe der Zukunft! Dass man beim Kontakt mit influencers viel falsch machen kann, zeigt dieser Artikel hier: http://www.toprankblog.com/2015/08/50-fails-influencer-marketing/

Influencers müssen glaubwürdig bleiben, ein falscher comment, eine falsche Produktwerbung, und der Ruf ist am Sinken. Ob man immer eine positive Meinungsbildung erreicht, sei dahingestellt.

Echtheit geht über Höflichkeit. Der Hardi zu Lufthansa auf Instagram

Nichtsdestotrotz wird outreach neben ads heute mehr als je zuvor von engagement getriggered, doch möglicherweise gibt es auch unter den „Einflussreichen“ einige, die unser Produkt lieben?

Zu den Gefahren der Arbeit mit influencers und warum ein brand-lover viel wert ist:

http://www.convinceandconvert.com/wp-content/uploads/2012/07/Influencers-versus-Advocates-e1341838167537.jpg

Möglicherweise ist brand advocates building das neue linkbuilding? Wir werden sehen.

 

Emotionen in der Werbung

Kampagne #fussballimherzen von Sky (https://www.youtube.com/watch?v=60Wa88wlThk )

 

#likeagirl von P&G (https://www.youtube.com/watch?v=XjJQBjWYDTs )

Was ist ok, was nicht? Charity, ernste Themen und Emotionen für werbliche Zwecke zu nutzen, ist umstritten und kann unter Umständen heuchlerisch und pietätlos wirken. Es muss gewährleistet sein, dass man die angesprochene Thematik ernstnimmt und die transportierten Emotionen ehrlich sind. Womit wir wieder beim Thema Echtheit wären. „Emotionen kann man weder faken noch kaufen“, ganz im Tenor von Sky. Fragen Sie sich selbst: Hat Sie die Geschichte berührt? Waren diese Emotionen echt?

Zuletzt sind im Zuge der Personalisierung und dem Wunsch nach content brought to you by real people klare Social Media Guidelines empfehlenswert, um das Unternehmen und nicht zuletzt die Mitarbeiter zu schützen.
Content Marketing versteht sich nicht mehr als purer Marketing-Channel, sondern als holistische e-commerce-Strategie. In der kreativen Content Marketing-Strategie können SEO, Brand und Social Media Manager klar voneinander lernen. Um es mit den Worten von Patrick auf der #SMConf zu sagen: „Think SEO, act Social!“

 

 

Posted on November 18, 2015 in Google, International Search, Online-Marketing 2.0

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