Mobile Internet und die Probleme

Anfang der Woche lese ich von der mobilen Bildzeitung, eigentlich einem Packet aus Mobilfunkvertrag und kostenlosem, mobilen Zugriff auf Bild.de (der perfekte mobile Inhalt: Schlagzeile-Dreizeiler-Ende). Und von den zurückgehenden Übertreibungen im mobilen TV Markt bei Heike Scholz. Hier meine kurzer Artikel zu der Goldmediastudie vom Juni.

Da waren sich die Berater aber mal nicht einig über den Wert des mobilen TV marktes in 2012: Goldmedia 655 Mio. und Capgemini 180 Mio. nur drei Monate später. Meinen Analysen zufolge 417,5 Mio. 🙂

Ernsthaft:

Mobile TV setzt ich hier mal in eine starke Verbindung mit mobile Internet. Folgendeprobleme betreffen beide:

1: Das mobile Flatrates die Heilung sind, ist ein Trugschluss.Sollte es möglich sein, mit dem Handy non-stop im Internet zu surfen (inklusive GPS-Ortung und damit verbundene Dienste, Instant Messaging, Download, interaktive Inhalte, IPTV), kommen schnell neue Probleme auf. Meist von Handyherstellern nicht angegeben, läuft der Akku unter Vollast (aktiver Internetaufenthalt) weniger als ein Arbeitstag. Und das auf den Top-Geräten heutzutage.

Problem 2: Die Größe der Handydisplays und die zur Verfügung stehenden Browser (insb. Opera) sind fern der Usability eines Desktops.

Nach der Überwindung o.g. Probleme kann es zu einer schnellen Durchsetzung einiger weniger Player kommen, Stichwort erreichen der Schwelle für Netzwerkeffekte. Zum Beispiel virtuell akiaki oder weblin to go stelle ich mr vor.

Vision: Sollte es möglich sein, ständig mobil mit seiner Community (Community im Sinne von Familie, Verwandte, enge Freunde, Nachbarn) verbunden zu sein, z.B. durch Dienste wie Plazes.com oder meinenachbarschaft.de, wächst das auseinander-getriebene soziale Netzwerk (schwache Bindungen) eines Akteurs wieder zusammen.

Unternehmen werden ihre eigenen Lösungen entwickeln können, sofern sie eine bestehende Community haben. Vorteile sehe ich hier in dem Wissen über die Community, wichtige/unwichtige Themen und Sektionen in der Community, etc. Aber welcher große Konzern stellt im moment schon ein eigenes Ruby on Rails Team auf?

Posted on Oktober 18, 2007 in Mobile Internet

Response (1)

  1. Soundmonster
    Oktober 18, 2007 at 13:25 ·

    Klar, kein Konzern macht das, muss auch nicht – das ist durchaus im Sinne von RoR. Die Plattform ist daraufhin ausgelegt, dass ein kleines Freelancer-Team auch für ein Konzern innerhalb von wenigen Wochen eine ansprechende Lösung auf die Beine stellt und zum nächsten Kunden springt. Hart, aber wahr – die Konkurrenz in Webbereich steigt, die Besten bleiben, die besser gebildeten steigen auf kompliziertere Aufgabenbereiche um, der Rest geht die Motz verkaufen.

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