Studie: klassische Werbung ist uneffektiv, der Kunde 2.0 kommt

Das Kunden immer seltener über die klassischen Medien zum Kauf angereizt werden ist bekannt. Eine Studie von Booz Allen Hamilton belegt diesen Trend. Laut Studie sind unter 5% von klassischer Werbung zum Kauf zu überzeugen. Eine sehr niedrige Zahl.

Die klassischen Vermittler verschwinden.

„Neue Informationsquellen und Entscheidungsfaktoren nehmen den Massenmedien inzwischen erhebliche Anteile im Kampf um die Kaufkraft ab. Im Schnitt wird die Kaufentscheidung zu mehr als der Hälfte unmittelbar von Maßnahmen am „Point of Sale“ getrieben. Ein weiteres Drittel wird durch persönliche Empfehlungen von Freunden und Bekannten oder Produktempfehlungen aus Testberichten bestimmt. Und: bereits 10% der Konsumenten gaben an, sich auf Basis von Informationen aus dem Internet zu entscheiden. Damit beeinflusst dieser Zugangskanal die Kaufentscheidung mehr als doppelt so stark wie klassische Medienwerbung.“

Oder mit anderne Worten: Meinungsführer (aufgrund von Wissen, Charisma oder Wissen über Beziehungen) sind die neuen, alten Vermittler. Hinzu kommen Informationen welche im Netz stehen.

Wie siehts bei den Medien aus?

„Medien werden „Customer Relationship Manager“

Medienanbieter müssen sich weg von der reinen „Werbeplatt­form“ hin zum „Customer Relationship Manager“ entwickeln.

Wachstumsraten klassische Werbeumsätze unter 3% pro Jahr: Markt für individuelle Kundenkommunikation 6%.

Hier können sich Medien künftig insbesondere in Partnerschaften mit Konsumgüterherstellern, die über keine eigene Kundenbeziehung verfügen, positionieren. Zudem sollten Medienanbieter die eigenen Marken zu Lebenswelten und „vertrauten Partnern“ der Konsumenten ausbauen. Die Bild Zeitung bietet dafür mit BILDmobil ein erfolgreiches Modell.“

Nicht nur die Partnerschaft mit Konsumgüterherstellern klingt vielversprechend, auch Premiumangebote für Konsumgüterhersteller im Netz werden an Relevanz gewinnen.

Hier ein weiterer Bericht, der die Wandlung der Medienunternehmen aufgreift.

„Aufgrund stagnierender Umsätze bei Anzeigen, Vertrieb und Kleinanzeigen macht sich mittlerweile bei einem Großteil der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage ein Umdenken bemerkbar: Man will sich das „Geschäftsfeld Internet“ endlich erschließen.  Nicht wirklich neu, aber wer hätte das noch vor ein paar Jahren alles gedacht, wie hat sich da nicht eine Branche gegen Internet gewehrt.

Derzeit generiert das Internet rund 4,5 Prozent des Gesamtumsatzes bei den Verlagen. Die Pläne lauten, den Anteil bis 2010 auf 12,8 Prozent zu verdreifachen. Das ergab eine aktuelle Studie des Verbandes deutscher Zeitschriftenverleger in Zusammenarbeit mit der KPMG und der Maximilians-Universität München. Für die Studie wurden die Antworten von 72 Verlagshäusern in Deutschland ausgewertet. … boomt der Online-Werbemarkt – im Jahr 2007 werden hier über 2,7 Milliarden Euro umgesetzt, und die Prognosen deuten auf eine ungebrochene Fortsetzung des Wachstums“…

Zu den wichtigsten und verbreitetsten Umsatzquellen im Online-Bereich gehören für die Verlage vor allem die Online-Werbung sowie die Gewinnung von Abonnenten für die hauseigenen Printtitel. Ausgebaut werden soll das Engagement insbesondere bei Lead-Generierung (Gewinnung von direkten Kundenkontakten) sowie bei Video- und performance-basierter Online-Werbung, da die Befragten hier das Marktpotenzial relativ hoch einschätzen.“

Posted on November 9, 2007 in Online-Marketing 2.0, Studien

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